Geobrett – warum ist so ein Spielzeug „sinnvoll“?

Geobrett – warum ist so ein Spielzeug „sinnvoll“?

„Geobrett“ – warum solche Spielsachen sinnvoll sind…

 

Schon mal von einem „Geobrett“ gehört? Dabei handelt es sich um ein Holzbrett mit Nägeln oder Stiften, auf denen mit Gummiringen geometrische Formen und Muster gelegt werden können. Doch was hat das eigentlich mit Lernen zu tun?

Lernen mit allen Sinnen

Lernen mit allen Sinnen

„Lernen mit allen Sinnen ist wie ein Feuer, das von mehreren Seiten entfacht wird – je mehr Funken es bekommt, desto heller und länger brennt es.“

Lernen mit allen Sinnen hat den Vorteil, dass die Informationen besser im Gehirn verankert werden, wenn mehrere Wahrnehmungskanäle gleichzeitig beteiligt sind. Wenn man etwas hört, sondern auch sieht und vielleicht noch anfassen und probieren kann oder selbst erlebt, dann wird es für das Gehirn interessanter und es verknüpft sich sozusagen besser. Die neuronalen Netze im Gehirn sind sozusagen besser verknüpft.

Was braucht es alles überhaupt?

Wenn wir von den Sinnen ausgehen, was fällt dir ein? Sehen (visuelle Wahrnehmung), Hören (auditive Wahrnehmung), Riechen (olfaktorische Wahrnehmung), Schmecken (gustatorische Wahrnehmung) – richtig. Diese Sinne werden auch FERNSINNE genannt (sie kommen von außen – aus der Ferne, vielleicht als kleine Eselsbrücke). Zu den „Fernsinne“ gibt es noch die „Nahsinne“ (Basissinne). Die Basis bilden die Basis-Sinne – hier zu gehören der Gleichgewichtssinn (Vestibuläres System), die Haut (Taktiles System) und die Körpereigenwahrnehmung oder Tiefeninformation genannt (Propriozeptives System). Es fällt auch oft das Wort Sensorische Integration, da geht es um das Zusammenspiel von Basissinne und Fernsinne. Die Aufgabe des Zusammenspiels sind einfach erklärt: Wir nehmen unzählige Reize aus unserer Umwelt war, diese wollen verarbeitet werden und es gibt immer eine Reaktion darauf und diese sollte angemessen sein.

Über das machen sich die wenigsten Gedanken, was wir alles brauchen um z.B. die Straße zu überqueren (ja dies verlangen wir von Volksschulkindern) – aber dafür braucht es eine gute Integration der Sinne. Weißt du welche, dafür notwendig sind?

  • Augen: Wir müssen ja schauen, ob ein Auto kommt
  • Ohren: Um das Auto zu hören, bzw. die Umwelt wahrnehmen
  • Gleichgewichtssinn: Wir müssen uns bewegen in Gang kommen um die Straße zu überqueren
  • Körpereigenwahrnehmung und Tiefeninformation: Wo stehe ich, geht es sich aus – Raum und Zeit die Straße zu überqueren aufgrund der Geschwindigkeit des Fahrzeuges.

Also da sind nicht nur FERNSINNE im Spiel sondern auch NAHSINNE (BASISSINNE). Darum ist bei Beginn der Schulzeit genau auf diese Integration ein Augenmerk zu legen, denn wenn sich das Kind nicht sicher im Straßenverkehr bewegen kann, ist es einer Gefahr ausgesetzt. Man denkt sich oft, dass ist ein „Hans-Guck-in-die-Luft“, aber es kann auch sein, dass man hier mit Wahrnehmungsförderung oder Sensorischer Integration das Kind unterstützen kann.

Das könnten wir mit unzähligen Beispielen durchspielen, aber sobald da z.B. ein Sinn ausfällt oder nicht gut integriert ist, wird es zum „Kraftakt“. Ich empfehle immer bereits vor Schulbeginn – eine Wahrnehmungsschulung (die ist übrigens nur spielerisch und macht riesigen Spaß) im Zuge eines Lerncoachings – im Kindergarten und Vorschule wird auf diese Dinge auch meistens Wert gelegt, damit die Kinder sozusagen „sinn(e)reich“ in die Schule eintreten können.

Also „Es braucht mehr als nur eine Schultasche“ zum Schuleintritt: von gut integrierten Sinnen, integrierten Frühkindlichen Reflexen, von Motorik (Grob-/Fein-/Grafomotorik), Sprachentwicklung, uvm. – also im Kindergartenalter unbedingt viel motorische Fähigkeiten aufbauen, Massagegeschichten, Reime, Lieder, Fädelspiele, Farben-/Formen-Spiele, Tempelhüpfen, Sackhüpfen, Sandspiele, Schaukeln, Hüpfen, Balancieren, ….

Lernen mit allen Sinnen

Inkognito Übungen fürs Lesen, Schreiben

„Üben im Alltag“ – ohne es zu merken (Inkognito-Übungen für Kinder) 

Jetzt ist die Schule endlich vorbei, dann noch Hausaufgaben und jetzt soll ich noch Lesen, Schreiben üben? Es nervt – aus Sicht des Kindes…aber dies kann auch spielerisch und im Alltag eignen sich viele Dinge, wo das Kind es „gar nicht“ merkt, dass es übt. Lass es den Alltag mit“arbeiten“. 

Einkaufslisten (lesen und schreiben)

Wir müssen uns alle unsere Listen schreiben, was wir zu tun haben – auch die Einkaufsliste will geschrieben werden. Warum überträgst du die Verantwortung nicht deinem Kind? Du bittest dein Kind die Einkaufsliste zu schreiben, während du in der Küche nachsiehst – was ihr alles braucht. Aber bitte dann nicht „meckern“, wenn was falsch geschrieben ist. So gewinnt dein Kind Selbstwirksamkeit und tragt etwas dazu bei. Im Geschäft lest dein Kind dann die benötigten Lebensmittel vor. 

Einladungen 

Dein Kind feiert Geburtstag, aber nimm ihm/ihr bitte nicht die Verantwortung ab (je nach Alter). Es kann schon selbst Einladungskarten gestalten (entweder auf Papier oder später am Notebook) – es gibt viele „Gratisprogramme“, wo dein Kind sich versuchen kann. Es soll auch überlegen, was es zum Essen geben soll und d was eingekauft werden soll. Es wird sooo stolz sein, wenn es das Fest selbst organisieren darf. Natürlich musst du darauf schauen, dass es den finanziellen Rahmen nicht sprengt. Aber das zeigt auch dem Kind, dass man etwas beitragen kann.

Ferientage-Buch

Auch Gedanken über die Erlebnisse in einem schönen Buch sind eine Erinnerung fürs Leben. Vielleicht malt dein Kind gerne – dann kann man ein Buch kaufen und für jeden Tag ein Blatt gestalten. Wenn dein Kind gerne schreibt, dann soll es die Erlebnisse dort vermerken (aber nicht mit dem Rotstift dann drüber gehen).

Täglicher Spruch

Vielleicht habt ihr zuhause eine Pinwand oder ein Memoboard. Sucht gemeinsam nach lustigen Sprüchen – gestaltet für jeden Tag eine Karte. Bzw. den Text lieferst du (am besten vorsagen und Kind schreibt es) und diese wird schön gestaltet für das Memoboard verwendet. Es kann auch sein, wenn das Kind weniger Freude daran hat, dass du immer wieder dazwischen – selbst einen Spruch aufschreibst. Vielleicht macht euch aus, die nächsten 7 Tage wollt ihr eine Sprüche-Woche. 

Es ist langweilig, zu warten…Buchstaben-suchen

Ihr habt einen Termin beim Arzt, Behörde und müsst warten…für Kinder extrem langweilig, bevor ihr das Smartphone zückt – könnt ihr das lustige Buchstaben-suchen spielen. Es liegen oft Broschüren, Magazine auf – einfach einen Text nehmen und jeder nimmt sich einen Absatz vor (dein Kind und du) und sucht wie oft der Buchstabe A enthalten ist. Wer schneller fertig ist, gewinnt und der andere prüft, ob die Anzahl stimmt. 

(Familien) Aufstellung mit Engelssymbolen

(Familien) Aufstellung mit Engelssymbolen

(Familien)- Aufstellung mit Engelssymbolen 

Die klassische Familienaufstellung arbeitet mit Personen als Stellvertreter und wird von vielen als sehr bewegend und emotional erlebt. Bei der Aufstellung mit Engelssymbolen hingegen kommen keine Personen zum Einsatz. Familienmitglieder werden nicht durch andere Menschen repräsentiert, sondern es wird mit Engelssymbolen gearbeitet – denn im Mittelpunkt stehen die dahinterliegenden Emotionen, die wir als Individuum in uns tragen.

Diese Methode wirkt oft tiefergehend und zugleich schützender, da sie mit der Kraft der Engelssymbole arbeitet. Ziel ist es, zu erkennen und zu verstehen, welche Emotionen uns möglicherweise blockieren oder warum wir in bestimmten Situationen so reagieren, wie wir es tun. Dadurch wird eine neue, oft überraschende Sichtweise sichtbar.

Gerade in unserer hektischen Zeit nehmen wir uns viel zu selten bewusst Raum, um uns mit unseren Gedanken und Gefühlen auseinanderzusetzen. Häufig bemerken wir erst an Symptomen wie Gereiztheit, Überforderung oder innerer Unruhe, dass etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist. Die einfache, aber wichtige Frage „Was brauche ich eigentlich?“ bleibt dabei oft unbeantwortet.

Zusätzlich gibt es Emotionen und Erfahrungen, von denen wir glauben, sie bereits verarbeitet oder abgeschlossen zu haben. Dennoch können sie im sogenannten morphogenetischen Feld weiterhin gespeichert sein und in bestimmten Situationen erneut aktiviert werden. Um hier Erleichterung zu schaffen, ist es hilfreich, diese Gefühle bewusst anzunehmen. In diesem Prozess können die Engelssymbole unterstützen, indem sie helfen, diese Energien zu transformieren und uns wieder mit unserer ursprünglichen Kraft zu verbinden.

Transformation auf energetischer Ebene bedeutet eine tiefgehende innere Veränderung – im Bewusstsein, in der Haltung und im Sein. Indem alte Emotionen, Abhängigkeiten oder Verstrickungen gelöst werden, kann sich unsere Persönlichkeit weiter entfalten und stärken. Die Arbeit mit Engelssymbolen kann diesen Prozess unmittelbar unterstützen, sobald die Karten ins Feld gelegt oder bewusst gehalten werden und wir um Unterstützung bitten.

Im Kern beschreibt Transformation den Weg von einem begrenzten Zustand hin zu mehr Erkenntnis, Freiheit und innerer Einheit.

Dazu gehören auch:

  • die Auseinandersetzung mit unseren inneren Schattenanteilen (Eigenschaften, die wir an uns ablehnen),
  • Wachstum durch Bewusstwerdung,
  • sowie die Entfaltung unseres tieferen, authentischen Wesens.

Eine Aufstellung mit Engelssymbolen kann besonders hilfreich sein in Phasen der Veränderung, bei Entscheidungsfindungen, inneren Konflikten, Unsicherheiten oder emotionalen Abhängigkeiten. Sie schafft Klarheit – sowohl in persönlichen als auch in familiären Themen.

Diese Methode bietet somit eine Möglichkeit, bewusst an der eigenen Persönlichkeit zu arbeiten, mehr Leichtigkeit zu entwickeln und persönliches Wachstum zu fördern.


Hinweis:
Ich arbeite ausschließlich mit psychisch gesunden Menschen, die sich persönlich weiterentwickeln möchten. Bei Themen wie psychischen Erkrankungen, Traumata, Depressionen, Angststörungen oder schweren Krisen wende dich bitte an einen Arzt, Psychologen oder anderes therapeutisches Fachpersonal.
Die Methode gehört in den Bereich der Humanenergetik und versteht sich als unterstützende Begleitung auf energetischer Ebene.

Rolle Eltern beim Thema Lernen

Rolle Eltern beim Thema Lernen

„Du bist der Anker, nicht der Kapitän“ – eine Metapher für Eltern

Ich möchte dir eine Metapher mit auf den Weg geben, die für dich als Elternteil sehr wertvoll sein kann: „Du bist der Anker, nicht der Kapitän.“ Vielleicht fällt es dir am Anfang schwer, das umzusetzen – aber für dein Kind ist es ein großer Gewinn auf mentaler Ebene und stärkt die Resilienz nachhaltig. Resilienz – die Widerstandskraft der Seele – braucht dein Kind ein Leben lang. Es wird immer wieder auf Herausforderungen stoßen, die es fordern. Mit Resilienz ausgestattet kann es diese Situationen selbstbewusst meistern. Dazu gehören auch Selbstwirksamkeit, Lösungsorientiertheit, Selbstvertrauen und der gesunde Umgang mit Fehlern.

Verantwortung übertragen – ein Geschenk an dein Kind

Viele Eltern meinen es gut und nehmen ihren Kindern viel ab: Sie sitzen stundenlang bei den Hausaufgaben, erklären, wiederholen und „machen mit“. Doch provokant gesagt: Die Lehrer:innen gehen davon aus, dass du die Schule bereits erfolgreich durchlaufen hast – du weißt, wie es geht. Hausaufgaben dienen jedoch vor allem dazu, dass dein Kind das Gelernte selbst wiederholt und festigt. Wenn du die Antworten vorgibst oder „mitplapperst“, lernt dein Kind wenig.

Wenn dein Kind eigenständig arbeitet, wächst seine Selbstwirksamkeit Stück für Stück. Natürlich klappt das nicht sofort perfekt, gerade nicht in der ersten Schulklasse. Aber Schritt für Schritt kann Verantwortung abgegeben werden – für Hausaufgaben, für Lernen, für kleine Entscheidungen im Alltag.

Fehler sind dabei nicht nur erlaubt, sondern wertvoll. Sie zeigen, wo noch geübt werden kann und geben deinem Kind die Möglichkeit, eigene Lösungsstrategien zu entwickeln – zum Beispiel: nochmal konzentriert prüfen, bevor ein Test abgegeben wird, oder den Lernstoff anders strukturieren.

Die Metapher vom Boot

Stell dir vor: Dein Kind steuert das Boot.
Du bist der Anker. Du bist im Hintergrund, bereit zu helfen, wenn es nötig ist. Dein Kind entscheidet, wann und wie es dich braucht.

  • Du gibst Sicherheit, Halt und Vertrauen, wenn das „Meer des Lernens“ unruhig wird.
  • Du bietest Rückhalt, wenn Fehler passieren oder das Kind sich unsicher fühlt.
  • Dein Kind darf ausprobieren, neue Methoden testen, scheitern und wieder aufstehen.

Der Kapitän ist dein Kind. Es hält das Steuerrad in der Hand, entscheidet über den Kurs und lernt dadurch, Verantwortung zu übernehmen. Auf dieser Reise entdeckt dein Kind nicht nur den Lernstoff, sondern auch sich selbst – seine Stärken, seine Strategien, sein Durchhaltevermögen.

Wenn du alles vorgibst, nimmst du deinem Kind diese Chance. Aber als Anker zu bleiben bedeutet: Präsenz zeigen, Sicherheit bieten – ohne den Kurs zu übernehmen.

Warum es sich lohnt

Wenn Kinder Verantwortung übernehmen dürfen, spüren sie Stolz und Motivation. Sie lernen den Schulalltag selbst zu strukturieren, erleben Fortschritte, entdecken Freude am Lernen und entwickeln gleichzeitig mentale Stärke.

Mit den richtigen Methoden kann Lernen sogar Spaß machen – oder wie in unserer Metapher: Die Reise auf dem Meer wird spannend, weil dein Kind entdeckt, was es alles kann und lernt.

Du bist dabei – nicht als Kapitän, der alles steuert, sondern als Anker, der Halt gibt. So lernt dein Kind, mutig zu navigieren, selbst Entscheidungen zu treffen und mit Herausforderungen selbstbewusst umzugehen.