Kennst du es auch? Aufstehen – arbeiten – heimkommen – Haushalt – schlafen gehen…und dies 5 Tage die Woche. Bis zu einem gewissen Grad gibt es uns diese Gewohnheit Sicherheit. Aber es gibt uns keinen Wachstum!
Wir wollen gefordert und gefördert werden. Wir wollen etwas lernen, beitragen, erkunden, entdecken – einfach das Leben bunter gestalten. Manche wird es gleich zusammenkrampfen, denn der Ausstieg aus der Komfortzone ist für vielen mit “Angst, Unwohlsein” behaftet. Ja ist es, denn als Mensch wollen wir gleichbleibende Rituale und Sicherheit. Aber wenn wir uns neuen Dingen widmen und die Welt erkunden – werden wir auch eine bunte, wunderbare Welt erkunden und lernen.
Aber versuche mal etwas anders zu tun – etwas Neues, das du noch nie getan hast! Du wirst merken, dass es zwar vielleicht eine Überwindung war, aber du dann unheimlich stolz sein kannst, wenn du es gemacht hast.
Ich möchte dir das das 3-Zonen-Modell, auch „3-Sektoren-Modell“ oder „Komfortzonenmodell“ kurz vorstellen, stammt aus der Erlebnispädagogik und beschreibt, in welchen Bereichen sich ein Mensch bewegt, der sich verändert. Die drei Zonen sind:
Komfortzone: Hier fühlen wir uns wohl – hier sind wir in Sicherheit! Hier kennen wir uns aus, unsere Aufgaben sind klar und können uns nicht überfordern. Kompetenz, Routinen und Gewohnheiten geben hier die nötige Selbstsicherheit. Allerdings können äußere Zwänge oder Eigeninitiative dazu führen, die Komfortzone verlassen zu müssen. Wenn wir diese Zone verlassen – kommen wir in die Lernzone, wo wir auf Herausforderungen treffen und über uns “wachsen”
Lernzone: Diese Zone wird auch „Wachstums- oder Risikozone“ genannt. Hier betritt eine Person Neuland. Alte Regeln funktionieren nicht mehr. Stattdessen müssen wir uns neuen Herausforderungen stellen. Das sorgt für Unsicherheit und eine generelle Habachtstellung. Wir sind uns möglicher Risiken bewusst und bewegen uns entsprechend vorsichtig. Geht das Experiment und der Plan auf und konnten wir unser Wissen oder unsere Fähigkeiten erweitern, wird die Komfortzone erweitert.
Panikzone: Die dritte Zone des 3-Zonen-Modells ist der Bereich, in dem Menschen unter großen Stress geraten. Bis hin zu Panikattacken. Das passiert beispielsweise, wenn Sie nicht nur neues Terrain betreten, sondern völlig im Dunkeln tappen. Umgebung und Abläufe sind gänzlich fremd, wirken vielleicht sogar feindselig. Dies geht oft mit dem Gefühl von Überforderung, mit psychischen Symptomen wie Zittern und Schweißausbrüchen einher. Wird die Situation gemeistert – etwa die erste Präsentation vor Publikum – stellt sich ein Erfolgserlebnis ein.
Wie funktioniert ein “Hüpfen aus der Komfortzone”? Übungen zum 3-Zonen-Modell oder auch “Lernen hüpfen aus der Komfortzone”: Es muss erst schlimmer werden, bevor es besser wird. So ist es auch beim 3-Zonen-Modell: Wir müssen erst Lernzone und Panikzone überwinden, um in die Wachstumszone zu gelangen. Und damit in eine neu, wesentlich größere Komfortzone kommen. Vergleichbar ist das mit dem lebenslangen Lernen. Es ist ein ewiger Prozess, bei dem der Weg das lohnende Ziel ist.
Hüpfen aus der Komfortzone – wie kann ich es machen?
ACHTSAM sein: Wenn du deine gewohnte Komfortzone verlässt, achte mal auf deine Gefühle/Ängste – nimm sie wahr und analysiere sie und versuche dies einfach als gut wahrzunehmen. Wenn ich Lampenfieber habe, dann ist es auch gut – denn so bin ich fokussiert (Reframen) – und führe dir vor Augen, wozu du es machst.
RISIKEN relativieren: Wenn es um Risiken geht, sind wir gerne im Negativen. Die schlimmsten Worst-Case-Szenarien stellen wir uns vor. Stoppe das Grübeln und gewinne Freiheit und Zuversicht. Realistischer Optimismus bedeutet nicht, alles durch eine rosarote Brille zu betrachten, aber auch nicht Chancen auszublenden.
NEUES ausprobieren: Komfortzonen am besten in kleinen Schritten erweitern. Wer irgendwann Vorträge vor großem Publikum halten will, sollte mit Tischreden oder einer kurzen Präsentation im Meeting beginnen. Man kann das gemeinsam machen, in kleineren Gruppen – um den Thema etwas näher zu kommen. Smarte (Smart Methode) Ziele setzen, die realisitisch sind.
GEMEINSAM “hüpfen”: Wenn du einen Unterstützer/in findest kann es hilfreich sein, dass beide an den Thema bleiben – weil jeder den anderen unterstützen kann und somit kein Rückzieher passiert und im Falle von Angst, jemand mitfühlen kann und man kann sich gegenseitig stärken aber auch ehrliche wertschätzende Kritik ist hilfreich.
Komfortzone verlassen – Selbstbewusstsein steigern
Körpersprache stärken: Wenn wir nervös sind, fahren wir gerne durchs Haar oder wir verschränken die Arme, wenn wir nicht mehr interessiert sind – mit dem Gegenüber zu kommunizieren. Wir haben die Hände im Gesicht – das sind alles natürliche Reaktionen, schaue bewusst darauf! Stehe fest mit dem Beinen am Boden und lass deine Hände vor deinem Körper offen = Offenheit.
Wünsche und Erwartungen an andere: Wenn du für etwas verantwortlich bist, wo du auf jemanden anderen angewiesen bist – sprich deine Erwartungen und Wünsche offen aus, auch wenn es Überwindung kostet. Du stehst dann offen für das, was du willst und jeder kennt deine Erwartungen/Anforderungen. Es bewahrt dich dass du dich dann ärgerst, denn kein anderer kennt deine Wünsche und Erwartungen, wenn du es nicht gezielt aussprichst.
Vergleiche dich nicht… In der heutigen Zeit ist es schwieriger denn je – es gibt das unmittelbare Umfeld (Nachbarn, Freunde, Familie) und dann noch die sozialen Medien. Dort gaukeln uns noch mehr Menschen vor, was sie sich alles leisten können und wie man in ein paar Monaten reich ist und wohin die alle in Urlaub fahren. Was passiert bei den ganzen Bildern auch wenn du nur drüberscrollst – irgendwann fühlst du dich “schlecht”, weil du hast es zu nichts gebracht. Die ständigen Vergleiche mit anderen richten enormen seelischen Schaden an. Sie sind eine Kampfansage an unser Selbstbewusstsein und schüren Minderwertigkeitsgefühle. Sei dankbar für das was du hast!!!
Kritik annehmen – aber nicht persönlich nehmen: Wenn dich jemand kritisiert wegen deiner Leistungen, nimm es bitte nicht persönlich und lass es nicht an deinem Ego kratzen. Wer Kritik übt, sollte es auch in der ICH-Sprache übermitteln – nur dann ist es wertschätzend. Aber was machen wir dann mit der Kritik? Annehmen und daran wachsen – es fördert die Weiterentwicklung und die Chance es, das nächste Mal besser zu machen
Durch Selbstbild, Fremdbild entwickelt sich unser Selbstvertrauen.
Wenn ich aus der Komfortzone hüpfe, werde ich verschiedene Schritte, Ängste, Befürchtungen erleben – jedoch wenn ich es geschafft habe, wird das Selbstbewusstsein gestärkt und somit auch Selbstvertrauen. Jetzt mal zur Stärkung des Selbstbewusstsein. Wie die Komfortzone (3-Zonen-Modell) haben wir ja schon gehört. Selbstbewusstsein lässt sich stärken, jedoch ist dies nicht einfach, man muss wirklich daran arbeiten!