Loslassen

Loslassen

Loslassen hat viel mit Gelassenheit zu tun – und auch mit Glück.

Schon im Wort selbst steckt das Verb „lassen“. Ein christlicher Mystiker aus dem Mittelalter sagte einmal: „Man muss erst lassen können, um gelassen zu sein.“
Dabei tauchen gleich mehrere Begriffe auf, die eng miteinander verbunden sind: zulassen, loslassen, sein lassen und einlassen.
Wie leicht fallen dir diese Dinge?


Zulassen

Viele von uns haben gelernt, bestimmte Gefühle oder Gedanken lieber zu verstecken oder zu unterdrücken, weil man das „nicht zeigt“ oder „so etwas nicht gehört“. Doch dieses Wegdrücken kostet viel Energie.

Gefühle wie Unsicherheit, Widersprüche, Tränen, Wut, Neid, Ohnmacht oder Schmerz dürfen jedoch da sein. Wenn wir sie zulassen, können wir sie wahrnehmen und ausdrücken – und genau darin liegt auch großes Potenzial für persönliches Wachstum.

Die Frage ist also: Was möchtest du in deinem Leben mehr zulassen?


Loslassen

Oft halten wir an vielen Dingen fest – nicht nur an Menschen, sondern auch an Gewohnheiten, Einstellungen oder Überzeugungen. Gleichzeitig erwarten wir, dass andere sich so verhalten, wie wir es für richtig halten. Wenn das nicht geschieht, reagiert unser Stresssystem sofort.

Loslassen bedeutet jedoch mehr als nur etwas aufzugeben. Es kann auch heißen: aufhören, etwas ruhen lassen, stehen lassen oder bewusst in Frieden belassen. Es ist ein Prozess, in dem wir uns Schritt für Schritt von Altem lösen.

Wenn sich etwas löst, kann sich auch das, was festgefahren war, wieder entspannen und neue Energie freisetzen.


Sein lassen

Wenn wir loslassen, entsteht Raum, uns selbst mehr sein zu lassen. Durch ein besseres Verständnis unserer inneren Zusammenhänge können wir wieder Zugang zu unserem inneren Raum finden – und freier atmen.

Mit wachsendem Vertrauen wächst auch die Gelassenheit.

„Sein lassen“ bedeutet, sich selbst nicht ständig zu kontrollieren oder zu manipulieren. Grübeln wird weniger, die innere Kritik verliert an Schärfe. Wir gewinnen neue Wahlmöglichkeiten und können uns weiterentwickeln und entfalten.

Wer sich selbst sein lassen kann, fällt es oft auch leichter, andere so zu akzeptieren, wie sie sind.


Einlassen

Sich auf etwas einzulassen bedeutet, offen für Neues zu sein. Du kannst neue Erfahrungen machen, neue Menschen kennenlernen und dich auf Aufgaben konzentrieren, in denen du aufgehen kannst.

Manchmal stellst du dabei auch fest, dass etwas doch nicht zu dir passt – und genau darin liegt eine wichtige Erkenntnis. So kannst du prüfen, welche Gedanken oder Überzeugungen du vielleicht loslassen möchtest.

Wenn du dich auf Neues einlässt, kannst du Neues zulassen – und Altes loslassen.


Ein Prozess, kein schneller Knopf

Viele Menschen wünschen sich Gelassenheit am liebsten sofort. Doch Gelassenheit entsteht nicht über Nacht – sie entwickelt sich Schritt für Schritt. Es ist ein Prozess, der Aufmerksamkeit und Übung braucht.

Bleib geduldig mit dir selbst. Mit der Zeit wachsen Lebenszufriedenheit, innere Ruhe, Stärke, Vertrauen und ein Gefühl von Sicherheit. Gleichzeitig ist es völlig normal, bei Rückschlägen Emotionen zu spüren. Wir sind keine emotionslosen Wesen – und genau das macht uns menschlich.


Warum fällt Loslassen oft so schwer?

Vielleicht kennst du Situationen, in denen dir Loslassen schwer gefallen ist:
eine Gewohnheit, eine Beziehung, Ängste, Schuldgefühle, einen Job oder alte Glaubenssätze.

Oft hören wir dabei Sätze wie:

  • „Das kann man doch nicht einfach machen.“

  • „Ich habe schon so viel investiert.“

  • „Ohne mich schafft er oder sie das nicht.“

Ein passendes Sprichwort dazu lautet:
„Wenn du merkst, dass du ein totes Pferd reitest – steig ab.“


Was steckt hinter dem Festhalten?

Häufig stehen hinter dem Nicht-Loslassen-Können zum Beispiel:

  • Angst vor Veränderung

  • Hilflosigkeit

  • unrealistische Einschätzungen („Ich will das nicht wahrhaben“)

  • emotionale Bindungen

  • mangelndes Selbstvertrauen oder Selbstwirksamkeit


Der Gewinn des Loslassens

Loslassen bedeutet nicht aufzugeben – sondern bewusst zu akzeptieren, was ist. Wenn du eine Situation annimmst, verlieren Ausreden an Bedeutung und neue Möglichkeiten entstehen.

Du wirst wieder freier, deinen eigenen Weg zu gehen. Vielleicht ist dieser Weg zunächst nur ein kleiner Trampelpfad – aber genau darin liegt die Chance, ihn neu zu entdecken.

Mit jedem Schritt wachsen Selbstvertrauen, innere Ruhe und Gelassenheit.

„Wenn ich loslasse, was ich bin, werde ich, was ich sein könnte. Wenn ich loslasse, was ich habe, bekomme ich, was ich brauche.“ (Lao Tse)

Me-Time

Me-Time

Bei vielen Menschen rutscht die Zeit für sich selbst im Alltag ganz nach hinten. Ein voller Terminkalender, Haushalt, Kinderbetreuung oder die Unterstützung von Familienangehörigen lassen oft kaum Raum für persönliche Auszeiten. Dabei hilft ein einfacher Vergleich: Du kannst andere Kerzen nur anzünden, wenn deine eigene Flamme brennt.
Kurz gesagt: Me-Time ist kein Luxus, sondern eine wichtige Investition in deine Energie, Klarheit und innere Balance. ✨

Wenn du dir bewusst Zeit für dich selbst einplanst, lohnt sich das gleich doppelt. Denn wenn es dir gut geht, profitieren auch die Menschen in deinem Umfeld davon. Eine einfache Möglichkeit ist, fixe Me-Time-Blöcke in deinen Kalender einzutragen – und diese genauso ernst zu nehmen wie einen Arzttermin. Sie sollten nicht leichtfertig verschoben oder gestrichen werden.

Was kannst du in deiner Me-Time tun?
Vielleicht hast du sofort eine Idee, vielleicht brauchst du ein wenig Inspiration. Möglichkeiten gibt es viele, zum Beispiel:

Bewegung, Zeit in der Natur, Meditation, Achtsamkeits- oder Atemübungen, Yoga im Garten, Pilates, Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung, Malen oder Zeichnen, Gartenarbeit, Musizieren, Häkeln, Stricken, Basteln, ein Buch lesen (wenn du dabei wirklich abschalten kannst), Freunde treffen, Wandern, Musik hören, Radfahren, Singen, Tanzen oder eine Klangschale spielen.

Am schönsten ist es, wenn du eine Tätigkeit findest, bei der du Raum und Zeit vergisst und ganz darin aufgehst. Genau in solchen Momenten entsteht oft die tiefste Entspannung.

Wie oft sollte Me-Time stattfinden?
Das ist sehr individuell und hängt von deiner Persönlichkeit, deinem Stresslevel und deinem Alltag ab. Für manche sind täglich 20 bis 60 Minuten ideal. Andere planen lieber einmal pro Woche zwei bis vier Stunden oder nehmen sich bewusst einen ganzen Tag im Monat nur für sich. Grundsätzlich gilt: Lieber regelmäßig kleine Auszeiten als selten eine große.

Du hast deine Me-Time lange vernachlässigt?
Dann fällt es dir vielleicht schwer, diese Zeit im Familienalltag einzufordern oder überhaupt zu wissen, was du damit anfangen sollst. Doch du darfst dir diese Zeit bewusst nehmen. Dein Umfeld wird davon profitieren – denn wenn es dir gut geht, bekommen sie eine entspanntere und ausgeglichenere Version von dir.

Es kann auch bereichernd sein, Dinge auszuprobieren, die du bisher noch nie gemacht hast. Das fördert persönliches Wachstum und eröffnet neue Perspektiven. Auch bei Entspannungsmethoden lohnt es sich, verschiedene Ansätze zu testen.

Aus eigener Erfahrung weiß ich: Mit Meditation konnte ich anfangs wenig anfangen, weil meine Gedanken sofort abgeschweift sind. Beim Autogenen Training fiel es mir schon leichter. Besonders gut funktionieren für mich jedoch Fantasiereisen mit Klang sowie die Progressive Muskelentspannung. Bei Fantasiereisen helfen mir die inneren Bilder beim Abschalten, und bei der Progressiven Muskelentspannung wird gezielt mit Muskelanspannung gearbeitet – dadurch bleibt kaum Raum für kreisende Gedanken.

Jeder Mensch findet mit der Zeit seine eigenen Wege zur Entspannung. Durch Ausprobieren und neue Erfahrungen lernen wir, die Welt mit anderen Augen zu sehen – und können Schritt für Schritt aus dem Hamsterrad aussteigen.

Ich hoffe, du konntest einige Inspirationen für dich mitnehmen. Gerne können wir verschiedene Methoden rund um Stressbewältigung und mentale Balance auch gemeinsam in einem Termin ausprobieren. Ich würde mich freuen, dich kennenzulernen.

Komfortzone

Komfortzone

Kennst du es auch? Aufstehen – arbeiten – heimkommen – Haushalt – schlafen gehen…und dies 5 Tage die Woche. Bis zu einem gewissen Grad gibt es uns diese Gewohnheit Sicherheit. Aber es gibt uns keinen Wachstum!

Wir wollen gefordert und gefördert werden. Wir wollen etwas lernen, beitragen, erkunden, entdecken – einfach das Leben bunter gestalten. Manche wird es gleich zusammenkrampfen, denn der Ausstieg aus der Komfortzone ist für vielen mit „Angst, Unwohlsein“ behaftet. Ja ist es, denn als Mensch wollen wir gleichbleibende Rituale und Sicherheit. Aber wenn wir uns neuen Dingen widmen und die Welt erkunden – werden wir auch eine bunte, wunderbare Welt erkunden und lernen.  

Aber versuche mal etwas anders zu tun – etwas Neues, das du noch nie getan hast! Du wirst merken, dass es zwar vielleicht eine Überwindung war, aber du dann unheimlich stolz sein kannst, wenn du es gemacht hast. 

Ich möchte dir das das 3-Zonen-Modell, auch „3-Sektoren-Modell“ oder „Komfortzonenmodell“ kurz vorstellen, stammt aus der Erlebnispädagogik und beschreibt, in welchen Bereichen sich ein Mensch bewegt, der sich verändert. Die drei Zonen sind:

Komfortzone: Hier fühlen wir uns wohl – hier sind wir in Sicherheit! Hier kennen wir uns aus, unsere Aufgaben sind klar und können uns nicht überfordern. Kompetenz, Routinen und Gewohnheiten geben hier die nötige SelbstsicherheitAllerdings können äußere Zwänge oder Eigeninitiative dazu führen, die Komfortzone verlassen zu müssen. Wenn wir diese Zone verlassen – kommen wir in die Lernzone, wo wir auf Herausforderungen treffen und über uns „wachsen“

Lernzone: Diese Zone wird auch „Wachstums- oder Risikozone“ genannt. Hier betritt eine Person Neuland. Alte Regeln funktionieren nicht mehr. Stattdessen müssen wir uns neuen Herausforderungen stellen. Das sorgt für Unsicherheit und eine generelle Habachtstellung. Wir sind uns möglicher Risiken bewusst und bewegen uns entsprechend vorsichtig. Geht das Experiment und der Plan auf und konnten wir unser Wissen oder unsere Fähigkeiten erweitern, wird die Komfortzone erweitert.

Panikzone: Die dritte Zone des 3-Zonen-Modells ist der Bereich, in dem Menschen unter großen Stress geraten. Bis hin zu Panikattacken. Das passiert beispielsweise, wenn Sie nicht nur neues Terrain betreten, sondern völlig im Dunkeln tappen. Umgebung und Abläufe sind gänzlich fremd, wirken vielleicht sogar feindselig. Dies geht oft mit dem Gefühl von Überforderung, mit psychischen Symptomen wie Zittern und Schweißausbrüchen einher. Wird die Situation gemeistert – etwa die erste Präsentation vor Publikum – stellt sich ein Erfolgserlebnis ein.

Wie funktioniert ein „Hüpfen aus der Komfortzone“? Übungen zum 3-Zonen-Modell oder auch „Lernen hüpfen aus der Komfortzone“: Es muss erst schlimmer werden, bevor es besser wird. So ist es auch beim 3-Zonen-Modell: Wir müssen erst Lernzone und Panikzone überwinden, um in die Wachstumszone zu gelangen. Und damit in eine neu, wesentlich größere Komfortzone kommen. Vergleichbar ist das mit dem lebenslangen Lernen. Es ist ein ewiger Prozess, bei dem der Weg das lohnende Ziel ist.

Hüpfen aus der Komfortzone – wie kann ich es machen?

ACHTSAM sein: Wenn du deine gewohnte Komfortzone verlässt, achte mal auf deine Gefühle/Ängste – nimm sie wahr und analysiere sie und versuche dies einfach als gut wahrzunehmen. Wenn ich Lampenfieber habe, dann ist es auch gut – denn so bin ich fokussiert (Reframen) – und führe dir vor Augen, wozu du es machst.

RISIKEN relativieren: Wenn es um Risiken geht, sind wir gerne im Negativen. Die schlimmsten Worst-Case-Szenarien stellen wir uns vor. Stoppe das Grübeln und gewinne Freiheit und Zuversicht. Realistischer Optimismus bedeutet nicht, alles durch eine rosarote Brille zu betrachten, aber auch nicht Chancen auszublenden.

NEUES ausprobieren: Komfortzonen am besten in kleinen Schritten erweitern. Wer irgendwann Vorträge vor großem Publikum halten will, sollte mit Tischreden oder einer kurzen Präsentation im Meeting beginnen. Man kann das gemeinsam machen, in kleineren Gruppen – um den Thema etwas näher zu kommen. Smarte (Smart Methode) Ziele setzen, die realisitisch sind.

GEMEINSAM „hüpfen“: Wenn du einen Unterstützer/in findest kann es hilfreich sein, dass beide an den Thema bleiben – weil jeder den anderen unterstützen kann und somit kein Rückzieher passiert und im Falle von Angst, jemand mitfühlen kann und man kann sich gegenseitig stärken aber auch ehrliche wertschätzende Kritik ist hilfreich.

Komfortzone verlassen – Selbstbewusstsein steigern

Körpersprache stärken: Wenn wir nervös sind, fahren wir gerne durchs Haar oder wir verschränken die Arme, wenn wir nicht mehr interessiert sind – mit dem Gegenüber zu kommunizieren. Wir haben die Hände im Gesicht – das sind alles natürliche Reaktionen, schaue bewusst darauf! Stehe fest mit dem Beinen am Boden und lass deine Hände vor deinem Körper offen = Offenheit.

Wünsche und Erwartungen an andere: Wenn du für etwas verantwortlich bist, wo du auf jemanden anderen angewiesen bist – sprich deine Erwartungen und Wünsche offen aus, auch wenn es Überwindung kostet. Du stehst dann offen für das, was du willst und jeder kennt deine Erwartungen/Anforderungen. Es bewahrt dich dass du dich dann ärgerst, denn kein anderer kennt deine Wünsche und Erwartungen, wenn du es nicht gezielt aussprichst.

Vergleiche dich nicht… In der heutigen Zeit ist es schwieriger denn je – es gibt das unmittelbare Umfeld (Nachbarn, Freunde, Familie) und dann noch die sozialen Medien. Dort gaukeln uns noch mehr Menschen vor, was sie sich alles leisten können und wie man in ein paar Monaten reich ist und wohin die alle in Urlaub fahren. Was passiert bei den ganzen Bildern auch wenn du nur drüberscrollst – irgendwann fühlst du dich „schlecht“, weil du hast es zu nichts gebracht. Die ständigen Vergleiche mit anderen richten enormen seelischen Schaden an. Sie sind eine Kampfansage an unser Selbstbewusstsein und schüren Minderwertigkeitsgefühle. Sei dankbar für das was du hast!!!

Kritik annehmen – aber nicht persönlich nehmen:  Wenn dich jemand kritisiert wegen deiner Leistungen, nimm es bitte nicht persönlich und lass es nicht an deinem Ego kratzen. Wer Kritik übt, sollte es auch in der ICH-Sprache übermitteln – nur dann ist es wertschätzend. Aber was machen wir dann mit der Kritik? Annehmen und daran wachsen – es fördert die Weiterentwicklung und die Chance es, das nächste Mal besser zu machen

Durch Selbstbild, Fremdbild entwickelt sich unser Selbstvertrauen.

Wenn ich aus der Komfortzone hüpfe, werde ich verschiedene Schritte, Ängste, Befürchtungen erleben – jedoch wenn ich es geschafft habe, wird das Selbstbewusstsein gestärkt und somit auch Selbstvertrauen. Jetzt mal zur Stärkung des Selbstbewusstsein. Wie die Komfortzone (3-Zonen-Modell) haben wir ja schon gehört. Selbstbewusstsein lässt sich stärken, jedoch ist dies nicht einfach, man muss wirklich daran arbeiten!

Stress ade´

Stress ade´

Du hetzt von einem Termin zum nächsten, dein Kalender ist randvoll. Zuhause wartet der Haushalt darauf, erledigt zu werden. Vielleicht müssen auch noch die Kinder in den Kindergarten, in die Schule, zum Sport oder zur Betreuung gebracht werden. Und dann passiert es: Plötzlich verschiebt sich alles und der Stresspegel steigt. Trotzdem muss man handlungsfähig bleiben und alles neu organisieren. Kennst du das? Da ist man schnell genervt und gestresst. Verstehe ich gut – mir geht es oft genauso. Man glaubt, alles im Griff zu haben, und mit einem kleinen Stupser gerät plötzlich wieder alles durcheinander. Also heißt es: aufstehen, durchatmen und neu organisieren.

Und dann gibt es diese Situationen im Leben, in denen andere denken: „Wow, die bleibt ja völlig entspannt – ich wäre jetzt total gestresst.“ Oder du beobachtest Menschen, die in stressigen Momenten erstaunlich gelassen reagieren. Das bewundern viele. Doch die Wahrheit ist: Stress wird von jedem Menschen unterschiedlich wahrgenommen und bewertet.

Als einer der Begründer der modernen Stressforschung gilt Hans Selye (1907–1982), ein österreichisch-kanadischer Arzt. Sein bekanntestes Konzept ist das Allgemeine Adaptationssyndrom (AAS), das drei typische Stressphasen beschreibt:

Alarmreaktion: Der Körper reagiert sofort auf eine Belastung. Das sympathische Nervensystem wird aktiviert, Stresshormone wie Adrenalin und Cortisol werden ausgeschüttet – die bekannte Kampf-oder-Flucht-Reaktion setzt ein.

Widerstandsphase: Der Organismus passt sich an die belastende Situation an. Die Leistungsfähigkeit bleibt zunächst erhalten, gleichzeitig ist der Energieverbrauch erhöht.

Erschöpfungsphase: Halten Belastungen länger an, können die körperlichen Ressourcen erschöpfen. Die Folge können erhöhte Krankheitsanfälligkeit, Herz-Kreislauf-Probleme oder auch Burnout sein.

Selye konzentrierte sich in seiner Forschung vor allem auf die biologischen Aspekte von Stress, also auf Hormone und körperliche Reaktionen.

Einen anderen Blickwinkel brachte später Richard Lazarus mit seinem Transaktionalen Stressmodell, das er 1984 veröffentlichte. In seiner Forschung zeigte er, dass nicht das Ereignis selbst den Stress verursacht, sondern unsere persönliche Bewertung der Situation. Sein Modell legt daher den Schwerpunkt auf die psychologische Einschätzung und Verarbeitung von Stress.

Im deutschsprachigen Raum ist außerdem die Stressampel von Gert Kaluza sehr bekannt. Sie basiert auf den Erkenntnissen des Lazarus-Modells und entstand im Rahmen seiner Arbeit zur betrieblichen Gesundheitsförderung und Stressprävention. Ziel war es, komplexe Stressmodelle leicht verständlich zu machen und Menschen zur Selbstreflexion anzuregen. Die Ampelfarben Rot, Gelb und Grün helfen dabei, Stress übersichtlich darzustellen.

  • Rot – Stressoren (Belastungen):
    Hier geht es um äußere Auslöser von Stress, zum Beispiel Zeitdruck, Konflikte, Prüfungen, hohe Erwartungen an sich selbst, Lärm oder ständige Erreichbarkeit. Die zentrale Frage lautet: „Was stresst mich konkret?“

  • Gelb – persönliche Bewertung (Verstärker):
    Diese Ebene beschreibt unsere inneren Denkmuster, Glaubenssätze und den inneren Kritiker. Beispiele sind Gedanken wie: „Ich muss es allen recht machen“ oder „Das schaffe ich nie.“

  • Grün – Stressreaktion (Folgen):
    Hier zeigen sich die Auswirkungen von Stress – körperlich, emotional oder im Verhalten. Typische Reaktionen können Herzklopfen, Angst, Schlafprobleme, Rückzug oder hektische Aktivität sein.

Viele Menschen sind am Abend völlig erschöpft und lassen sich zur Entspannung erst einmal auf die Couch fallen. Der Fernseher läuft, doch schon bald merkt man: Man schaut zwar auf den Bildschirm, aber im Kopf kreisen weiterhin unerledigte Aufgaben. Gedanken an Termine, To-dos und Verpflichtungen lassen einen nicht los. Eigentlich ist man gar nicht wirklich beim Fernsehen, sondern noch immer mitten in seiner hektischen Gedankenwelt. So geht es vielen. Sich einfach auf die Couch zu legen und zu hoffen, dass sich der Stress von selbst auflöst, funktioniert meist nicht. Stress verschwindet selten von alleine – er lässt sich nur abbauen, wenn man bewusst etwas dafür tut: Situationen neu bewertet, den Blickwinkel verändert und gezielte Maßnahmen setzt.

Echte Entspannung entsteht nämlich erst dann, wenn wir wirklich abschalten können. Beim Fernsehen gelingt das oft nicht, weil die Gedanken weiterarbeiten. Einen solchen Zustand des völligen Abschaltens kennt man vielleicht, wenn man Kindern beim Spielen zuschaut: Sie sind vollkommen vertieft in das, was sie tun, und vergessen dabei Raum und Zeit. Genau diesen Zustand sollten auch wir immer wieder erreichen – etwa durch ein Hobby oder eine Tätigkeit, die uns so sehr fesselt, dass wir alles andere um uns herum ausblenden. Wenn wir ganz in einer Sache aufgehen, kann Stress wirklich abgebaut werden. Das ist einer der wirkungsvollsten Entspannungszustände in unserer oft so stressgeprägten Welt

Um aus diesem sprichwörtlichen Hamsterrad auszusteigen, ist es wichtig, sich bewusst Zeit für Reflexion zu nehmen. Dabei kann man sich zum Beispiel folgende Fragen stellen: Wann, wo und in welchen Situationen fühle ich mich besonders gestresst? Wie hoch ist mein aktuelles Stresslevel? Wo könnte ich Zeit sparen oder Aufgaben delegieren? Was gibt mir Energie – und was raubt sie mir?

Auch ein Blick auf die eigenen Stärken und Schwächen kann hilfreich sein: Welche Fähigkeiten habe ich, die mir helfen können, wieder mehr Ausgeglichenheit zu finden? Wie kann ich diese Stärken gezielt nutzen, um besser mit Belastungen umzugehen?

All diese Fragen – und viele weitere – können in einem Termin zur Stress- oder Mentalbalance gemeinsam betrachtet werden. Denn letztlich beginnt Veränderung immer bei einem selbst. Oder anders gesagt:

„Meine Balance beginnt bei mir.“

Wenn du Interesse hast, mehr über dieses Thema zu erfahren und verschiedene Möglichkeiten kennenlernen möchtest, wie du deinem Hamster im Hamsterrad endlich eine Pause gönnen kannst, dann melde dich gerne bei mir. In einem Termin öffne ich meinen Methodenkoffer mit vielen spannenden Impulsen und Anregungen. Du entscheidest dabei ganz selbst, was für dich stimmig, hilfreich und wichtig ist.

Ich freue mich darauf, dich kennenzulernen.

Alles Liebe

Steffi

Energetische Verbindungen lösen

Energetische Verbindungen lösen

Energetische Verbindungen lösen

Mit jedem Menschen, mit dem wir in Kontakt stehen, gehen wir eine Verbindung ein – nicht nur auf der sichtbaren, sondern auch auf einer energetischen Ebene. Oft nehmen wir diese ganz intuitiv wahr: Nach einem Gespräch fühlen wir uns vielleicht erschöpft, ausgelaugt oder sogar schlecht gelaunt.

Besonders deutlich wird das bei Beziehungen. Auch wenn eine Partnerschaft endet – manchmal sogar einseitig – bleibt oft mehr zurück als nur Erinnerungen. Die Verbindung besteht auf einer tieferen Ebene weiter. Gerade bei Liebesbeziehungen kann es schwierig sein, Abstand zu gewinnen. Kommt es erneut zu Kontakt, entstehen häufig Erwartungen, die mit Kummer oder innerer Unruhe verbunden sind.

Was sind energetische Verbindungen eigentlich?

Zwischen uns und den meisten Menschen, zu denen wir eine Beziehung aufgebaut haben, entstehen energetische „Schnüre“. Diese können ganz unterschiedlich stark sein: Manche sind kaum spürbar, andere wirken kraftvoll und präsent. Über diese Verbindungen können Gedanken, Gefühle und Energie in beide Richtungen fließen – sowohl positive als auch belastende.

Vielleicht kennst du solche Momente: Du denkst an jemanden und genau in diesem Augenblick meldet sich diese Person bei dir. Oder zwei Menschen, die eng verbunden sind, haben gleichzeitig denselben Gedanken oder treffen ähnliche Entscheidungen.

Diese Verbindungen können bestehen bleiben – selbst dann, wenn lange kein Kontakt stattgefunden hat. Trifft man sich nach Jahren wieder, fühlt es sich oft vertraut an, als wäre kaum Zeit vergangen. Je intensiver die Beziehung und je stärker die Emotionen, desto kräftiger ist auch diese Verbindung. Dabei haben negative Gefühle oft eine stärkere Bindungskraft als positive.

Woran erkenne ich eine starke Verbindung oder Anhaftung?

  • wiederkehrende, aufdringliche Gedanken
  • Müdigkeit oder Energiemangel
  • emotionale Überforderung oder unerklärliche Gefühle
  • innere Dialoge, die sich ständig wiederholen
  • übernommene Verhaltensmuster
  • starke emotionale Reaktionen wie Wut oder Rachegedanken
  • das Gefühl, nicht ganz bei sich selbst zu sein

Ist es immer sinnvoll, solche Verbindungen zu lösen?

Nicht immer. Doch besonders bei belastenden oder sogenannten „toxischen“ Beziehungen kann es hilfreich sein, sich bewusst davon zu lösen. Auch in Phasen von Trauer, Angst oder emotionaler Verstrickung kann es unterstützend wirken, die eigene Energie wieder zu klären.

Seit jeher nutzen Menschen dafür verschiedene Methoden – etwa Räucherrituale. Heute können zusätzlich Klangschalen, ätherische Öle, Visualisierungen oder geführte Rituale unterstützend eingesetzt werden. Ziel ist es, wieder mehr innere Klarheit und Balance zu finden.

Kann ich Verbindungen einfach trennen?

Hier ist Vorsicht gefragt. Es geht nicht darum, wahllos Verbindungen zu „durchschneiden“. Vielmehr ist es wichtig, sich bewusst zu machen, warum man sich lösen möchte. Eine klare Absicht und ein respektvoller Umgang mit sich selbst und der Situation sind entscheidend.

Manche Verbindungen lösen sich mit der Zeit von selbst – besonders dann, wenn du innerlich klar und stabil bist. Ein unüberlegtes Eingreifen kann hingegen das eigene Gleichgewicht stören.

Wenn du jedoch spürst, dass du dich befreien und wieder mehr bei dir selbst ankommen möchtest, kann das Lösen solcher Verbindungen ein wertvoller Schritt sein.

Gerne begleite ich dich dabei – auch im Rahmen einer Online-Session.

Nach der Geburt – Bachblüten?

Nach der Geburt – Bachblüten?

Die Geburt deines kleinen Wunders – ein Ereignis, das eigentlich von Freude und Glück erfüllt sein sollte. Doch manchmal wird dieses Erlebnis durch Komplikationen von belastenden und negativen Gefühlen überschattet.

Viele Frauen erinnern sich gerne an die Geburt zurück, weil die Glücksgefühle vieles überdecken. Doch es gibt auch zahlreiche Mütter, bei denen beim Rückblick eher schwierige Emotionen präsent sind – und die deshalb nicht gerne darüber sprechen. Vielleicht war es ein ungeplanter Kaiserschnitt, ein Notkaiserschnitt oder andere Komplikationen – und immer wieder tauchen diese belastenden Erinnerungen auf.

Bachblüten können dich dabei sanft unterstützen, diese negativen Gefühle loszulassen und das Erlebte zu harmonisieren, sodass die emotionale Belastung nach und nach von dir abfallen darf.

Folgende Bachblüten können dich dabei begleiten:
Star of Bethlehem, Rescue Remedy, Cherry Plum, Walnut und Crab Apple.

Besonders ans Herz legen möchte ich dir Star of Bethlehem – eine Bachblüte, die speziell bei Schock und traumatischen Erlebnissen eingesetzt wird. Je nach individueller Situation können jedoch auch andere Blüten passend sein – es müssen nicht zwingend die oben genannten sein.

In einer Bachblütenberatung schauen wir gemeinsam auf dein persönliches Geburtserlebnis und wählen die für dich passenden Essenzen aus. Dabei kann auch dein Baby unterstützt werden, denn auch für dein „kleines Wunder“ kann die Geburt ein einschneidendes Erlebnis gewesen sein, das sich möglicherweise durch Unruhe oder Disharmonien im Säuglingsalter oder auch zu einem späteren Zeitpunkt zeigt.

Ich freue mich, wenn du dich bei mir meldest, damit wir dein Thema gemeinsam harmonisieren können – für mehr innere Balance mit Bachblüten.

Hier kannst du ganz einfach einen Termin vereinbaren.

Alles Liebe
Steffi

Impulsströmen – was ist das?

Impulsströmen – was ist das?

Impulsströmen – was ist das eigentlich?

Noch nie davon gehört? Vielleicht sagt dir der Begriff Jin Shin Jyutsu oder Heilströmen etwas – Impulsströmen ist im Grunde eine andere Bezeichnung dafür. Es handelt sich um eine alte japanische Heilkunst, die darauf abzielt, die Lebensenergie im Körper ins Gleichgewicht zu bringen.

Die Grundlage ist die Annahme, dass Energie durch bestimmte Bahnen im Körper fließt – ähnlich wie die Meridiane in der Traditionellen Chinesischen Medizin. Wird dieser Energiefluss gestört oder blockiert, kann es zu körperlichen oder emotionalen Ungleichgewichten kommen. Durch gezieltes Auflegen der Hände auf bestimmte Körperpunkte kann der Energiefluss wieder harmonisiert werden.

Ein zentrales Element des Impulsströmens ist das sanfte Berühren sogenannter Energieschlösser – davon gibt es 26 im Körper.

„Strömen“ bedeutet dabei, diese Punkte bewusst zu halten, um Blockaden zu lösen und die innere Balance zu fördern. Auch die Atmung spielt eine wichtige Rolle: Durch ruhiges, bewusstes Ein- und Ausatmen wird der Energiefluss zusätzlich unterstützt.

Impulsströmen aktiviert die Selbstheilungskräfte und eignet sich wunderbar als einfache Methode zur Selbsthilfe im Alltag.

Kleiner Tipp zum Ausprobieren:
Für mehr Erdung und innere Ruhe kannst du die Innenseite deines Daumens mit der anderen Hand halten. Diese Übung kann helfen, Ängste zu reduzieren und dich wieder mehr in Balance zu bringen. Suche dir dafür einen ruhigen Ort, atme tief ein und aus – und genieße den Moment der Entspannung.

Wenn du tiefer eintauchen möchtest und die 26 Energieschlösser von Impulsströmen kennenlernen möchtest, dann freue ich mich, wenn du mich kontaktisiert.

Ich freue mich darauf, dich auf deinem Weg zu mehr Balance zu begleiten 😊

Strömende Grüße
Steffi